Präsident der algerischen Menschenrechtsorganisation LADDH/Laghouat Yacine Zaid frei

Von Birgit Manzke

Am gestrigen Tag stand, der Präsident der algerischen Menschenrechtsorganisation LADDH der Kommune Laghouat, vor Gericht, weil er am 1.10. unerlaubt die Stadtgrenze zu Hassi Messaoud überqueren wollte, um dort einen Anwaltstermin wahrzunehmen. Er wurde bei seiner Festnahme geschlagen, getreten und gedemütigt und anschließend inhaftiert. Zahlreiche Menschen strömten gestern vor das Gerichtsgebäude von Ouargla, wo der Prozess gegen Yacine Zaid stattfand, selbst Aktivisten aus Tunesien waren angereist, um Yacine Zaid zu unterstützen. Yacine Zaid wurde gestern zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten auf Bewährung und 10.000 DA Geldstrafe verurteilt. Es ist kein großer Erfolg und dennoch ein Erfolg, wenn man bedenkt, dass Menschenrechtsaktivist Abdelkader Kherba zu einem Jahr auf Bewährung und 20.000 DA Geldstrafe verurteilt wurde. Die Summen der Sätze wiederholen sich in der Regel, fast alle Aktivisten wurden in den letzten Monaten zu gleichen Sätzen verurteilt. Natürlich wird auch Yacine Zaid dieses Urteil anfechten, so wie es seine Kollegen zuvor auch taten. Hinzukommt, dass Yacine Zaid Zeugen für die brutale Behandlung durch die Polizei hat, sowie Nachweise über Kratzer und Würgespuren – verursacht bei seiner Festnahme, er wird diesen Vorgang nicht auf sich beruhen lassen.

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