Kommunalwahlen am 29.11.2012 in Algerien

von Birgit Manzke

Am 29.November werden in Algerien Kommunalwahlen stattfinden und man setzt bereits schon  im Vorfeld auf die  Unterdrückung der freien Meinungsäußerung. Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften wurde schon seit Wochen das Internet derart eingeschränkt, dass kaum eine Kommunikation möglich ist. Alles soll nach außen friedlich wirken, doch im Land brodelt es. Immer wieder klagen internationale Menschenrechtsorganisationen die algerische Regierung an, wie erst kürzlich geschehen durch Amnesty International – der Vizepräsident der algerischen Niederlassung von Amnesty International Youcef Benbrahim, wurde auf schmutzige Art und Weise von seinem Dienst als Rechtsanwalt suspendiert. Gerne  wird Leuten wie mir unterstellt, ich wolle eine Revolution forcieren, oder die Leute, die in Algerien auf die Sraße gehen, wollen eine Revolution. Dem ist  zum größten Teil nicht so, was die meisten wollen, ist die Einhaltung  der Gesetze. Ich glaube, dass niemand in Algerien – und auch ich nicht –  eine Wiederholung der 90iger Jahre wünscht, man erinnert die Regierung lediglich daran, ihrer Pflichen nachzukommen – was legitim ist. Es dürfte doch nicht so schwer nachzuvollziehen sein, dass durch negative Handlungsweisen – seitens der algerischen Regierung, immer mehr Zorn hochkocht. Verhaftungen, Schläge, Verurteilungen und Entlassungen von Menschenrechtlern sind die permanenten Folgen von aufmüpfigem Verhalten – freie Meinungsäußerung. Was bei uns im Namen der Demokratie Normalität ist, ist in Algerien ein Verbrechen. Man entzieht den Menschenrechtsaktivisten die Lebensgrundlage und meint dann, alles regelt sich von selbst. Dem ist nicht so, denn wer sich einmal dazu entschlossen hat, gegen Ungerechtigkeiten anzukämpfen, wird es doppelt tun, wenn er alles verloren hat. Im Zeitalter der virtuellen Kommunikation, werden Fotos und Videos in Windeseile verbreitet und man kann, mit der Einschränkung der Internetverbindungen, nur bedingt die Menschen vom Arbeiten abhalten, denn es folgen täglich neue Unzufriedene, die sich dem Kampf anschließen. Es ist also ein Trugschluss, zu glauben, dass man so der Lage Herr wird. Algerien ist von Grund her ein reiches Land und die Umverteilung der Reichtümer zu steuern, obligt alleinig der Aufgabe des Präsidenten und seinem Führungsstab – Brutalität und Unterdrückung, gegenüber denjenigen, die ihre Rechte einfordern, kann kaum die Lösung sein.

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4 Gedanken zu “Kommunalwahlen am 29.11.2012 in Algerien

  1. Soll das Demokratie sein, wenn Deutschland Panzer nach Saudi Arabien schickt, damit dort die Bevölkerung unterdrückt wird? Doppelmoral! So lange das Geld stimmt,, werden solche Vorhaben unterstützt.

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  2. Soo soooo und was schlägst du vor, wenn du hier so schlau tust? weißt du denn nicht, dass deine „Demokratie“ wie du es so schön nennst Länder wie Algerien unterstützt? Waffengeschäfte, Erdgas 🙂 du glaubst doch wohl nicht , dass du mit deiner Arbeit irgendetwas erreichen wirst 🙂 Politik Skandale hier und da.. in deinem Land ist es doch auch nicht besser…

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    • Vorab verbitte ich mir von Lesern geduzt zu werden, Sie können konstruktive Kritik jedoch anbringen. Ihren Frust – über das bestehende Weltsystem und Zusammenarbeit von Regierungen, hier abzulassen ist glaube ich nicht Sinn und Zweck der Sache. Wenn Sie mir sachliche Fragen stellen wollen, so bin ich gerne dazu bereit. Es hindert Sie im Übrigen niemand daran, einen Blog über Deutschland zu erstellen.

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