Doppeltes Opfer: Tunesier brutal zusammengeschlagen und anschließend von Firma entlassen

Von Birgit Manzke

Ein erschütternder Vorfall, ereignete sich gestern für einen Tunesier in Frankfurt am Main, welcher den 32-jährigen Mann wohl zeitlebens prägen wird. Hedi Ch. war auf der Heimfahrt von seiner Nachtschicht bei TNT – Verteilerstelle der Post für den Frankfurter Flughafen – als er brutal von einem türkischen Arbeitskollegen zusammengeschlagen wurde. An diesem frühen Morgen, nahm er das Angebot eines Kollegen an und wollte – in dessen PKW, mit zwei weiteren Arbeitskollegen nach Hause fahren. Während der Fahrt, griff Beifahrer Fatih A. dem Fahrer des PKWs ins Lenkrad und zwang ihn zum Halten. Er stieg aus und zerrte – ohne vorhergehenden Disput, Hedi Ch. aus dem Auto. „Dich ficke ich jetzt, dich mache ich fertig,“ – waren die Worte des 26-jährigen Fatih A.. Hedi Ch. verstand nicht und versuchte seinen aufgebrachten Kollegen zu beruhigen. „Was habe ich dir denn getan?“- frage der stehts ausgeglichene, ruhige Mann. „Ich hasse dich, ich konnte dich von Anfang an nicht leiden,“ – brüllte Fatih A.. Er schubste Hedi Ch. in eine Hecke, dieser viel hinter dem Gesträuch zu Boden. Fatih A. sprang auf den Brustkorb, des am Boden liegenden Hedi Ch., trat und schlug ihn. Als Hedi Ch. sich wehrte, rastete der 26-jährige Schläger völlig aus und sagte: „Jetzt bist du dran,“ – nahm einen Stein und schlug ihn Hedi Ch. brutal gegen die Schläfe – unweit der Hauptschlagader. Hedi Ch. versuchte noch immer sich zu wehren, also schlug Fatih A. abermals mit dem Stein zu, dieses Mal auf Hedi Ch.’s Auge. Schwer verletzt wollte Hedi Ch. Hilfe holen, er rief nach seinen Arbeitskollegen, welche noch im Auto saßen und von dem Drama scheinbar nichts mitbekommen hatten. Fatih A. hatte sich währenddessen eines Knüppels bemächtigt und schlug immer wieder auf sein Opfer ein. Die inzwischen herbeigeeilten Kollegen hielten den 26-Jährigen fest, einer versuchte die Polizei zu alarmieren. Fatih A. war völlig außer Kontrolle und schrie seine Kollegen an: „ Wenn ihr die Bullen ruft, seid ihr auch fällig,“ – er versuchte seinem Kollegen das Handy aus der Hand zu reißen – was misslang. Krankenwagen und Polizei kamen und die Geschichte nahm ihren Lauf. Hedi Ch. war zwischenzeitlich zusammengebrochen und nicht mehr ansprechbar, er wurde via Krankenwagen in die nächstgelegene Klinik gefahren, wo eine Erstbehandlung stattfand, anschließend behandelte man dann seine Augenverletzung in einer Fachklinik für Augenheilkunde. Am späten Abend war Hedi Ch. endlich zu Hause, als kurze Zeit später das Telefon klingelte. Sein Arbeitgeber – eine private Arbeitsvermittlung, teilte ihm mit, dass TNT Hedi Ch. – auf Grund der Vorkommnisse, entlassen hatte und das somit auch gewisse Leihfirma kein Interesse mehr an ihm hat, da eine hauptsächliche  Zusammenarbeit zwischen Leihfirma und  TNT besteht und somit keine andere Beschäftigung mehr für Hedi Ch. möglich wäre. Hedi Ch. ist demzufolge doppeltes Opfer, er war noch in sechsmonatiger Probezeit. Der Tunesier war ein fleißiger und zuverlässiger Arbeiter, aufgrund dessen, setzte man ihn schon nach kurzer Zeit als Teamleiter ein. Hatte man dem fleißigen Mann, doch noch eine Woche zuvor, einen Brief voll des Lobes zukommen lassen, wurde er nun wie Müll entsorgt. Entzieht sich hier eine Firma der Verantwortung? „ Wieso ist der eigentlich Teamleiter, der kann ja nicht mal richtig Deutsch, “- waren noch Wochen zuvor die neidvollen – und von Hass geprägten, Worte des Fatih A. Der 26-jährige Türke war kein unbeschriebenes Blatt und seine Aggressionen waren in der Firma bekannt, ihn zu entlassen war gerechtfertigt, aber warum entließ man das Opfer? Ein Opfer, was – laut Aussage der Firma, doch noch eine Woche zuvor so hoch geschätzt wurde? Ein Opfer, was als Teamleiter gute Arbeit leistete? Fragen über Fragen, die einen tiefen Einblick in die Schieflage unserer Gesetzgebung erlauben. Entlassen – ohne schriftliche Begründung, entlassen – ohne Anspruch auf Krankengeld, entlassen und somit abgeschoben in Hartz IV – ein Opfer wird auf der Grundlage von schlüpfrigen Arbeitsgesetzen bestraft, ist das wirklich ein funktionierendes demokratisches Rechtssystem? Hedi Ch. wird vermutlich mit Folgeschäden zu rechen haben, er sieht auf dem verletzen Auge entweder verschwommen oder schwarz, Kopfschmerzen, starke Prellungen und genähte Platzwunden – unter anderem am Auge – machen dem 32-Jährigen zu schaffen. Polizei und Staatsanwaltschaft haben nun die Sachlage aufgegriffen, seinen Job erhält Hedi Ch. dadurch jedoch nicht wieder und die Fakten eines brutalen Übergriffs und damit verbundene Konsequenzen, werden wohl ein tiefes Trauma bei dem Geschädigten hinterlassen. Der  Tunesien hatte in seinem Heimatland Technik studiert und ist erst vor eineinhalb Jahren,  zu seiner deutschen Ehefrau, in die Nähe von Frankfurt gezogen – welches Bild über Deutschland, wird sich wohl jetzt in seinem Kopf einprägen?

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4 Gedanken zu “Doppeltes Opfer: Tunesier brutal zusammengeschlagen und anschließend von Firma entlassen

  1. Es ist aber auch nach den Sozilgesetzen ein Arbeitsunfall. Er soll sich wegen der Unfallfolgen sich mit der Unfallversicherung seines Betriebes(lLeihfirma) in Verbindung setzen!

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  2. kein wunder das man kein Türken oder kruden leiden…..Mülleimer riecht viel besser als die !!!!
    Der hat der falsche erwischt,Hofe das ich ein mal so eine Kümmel Türke begegnen… Wall-ah aus ihm wer Hundefutter:

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